Alle Hgr & Hgr II Titel für Mainz

Geschrieben von Isabel Gutmann

Lang ist es her, dass in Mainz ein Turnier stattgefunden hat. Mit der Ausrichtung der rheinland-pfälzischen Landesmeisterschaft in den Standardtänzen von Kindern bis Hauptgruppe II konnten auch viele Mainzer Paare die Möglichkeit nutzen, nach langer Auszeit Turnierluft zu schnuppern und das gleich im eigenen Verein. Was folgte war eine Titelsammlung, wie man sie beim TC RWC Mainz noch nie gesehen hat. Während bei den Kinder- und Jugendklassen nur wenige Turniere zustande kamen und keine Mainzer Paare am Start waren, konnten die Hauptgruppe- und Hauptgruppe II-Klassen bis auf eine Ausnahme alle stattfinden und in jedem Turnier nahm ein Mainzer Paar die Goldmedaillen in Empfang. 

Zunächst gaben in der Hauptgruppe II D-Standard zwei neue Paarkonstellationen ihr Turnierdebut. Ann-Kathrin Brombosch und Christoph Hanschke überzeugten mit schwungvollem Tanzen und holten den ersten Landesmeisterstitel des Tages für Mainz. Ganz knapp im Skating am Platz 3 vorbei schrammten Daniel Arian und Kirsten Flöter, die sich ebenfalls sehr gut präsentierten. Beide Paare starteten auch in der Hauptgruppe D-Standard. Im einzigen Turnier des Tages, das eine Vorrunde benötigte, erreichten beide Paare klar das Finale. Mit allen gewonnenen Tänzen machten Ann-Kathrin und Christoph den zweiten Satz Goldmedaillen klar, während Daniel und Kirsten sich auf den vierten Platz vortanzten.

In der Hauptgruppe II C-Standard schickte der Mainzer Verein Johannes Rocker und Nike Heinss ins Rennen. Mit ihren harmonischen Tanzen kam kein Paar an ihnen vorbei und es hieß erneut, Sieg für Mainz. Ann-Kathrin Brombosch/Christoph Hanschke tanzten als Siegerpaar nun ihr drittes Turnier des Tages und erreichten Platz 4. Nach der Siegerehrung ging es für Johannes und Nike direkt erneut auf die Fläche zur Hauptgruppe C-Standard und auch hier ging der Meistertitel an die beiden.

Spannend wurde es in der Hauptgruppe II B-Standard. Auch hier war für Mainz eine Paarkonstellation am Start, die zwar schon länger gemeinsam trainiert, aber corona-bedingt noch kein Turnier gemeinsam getanzt hatte. Norbert Casper und Katharina Wilhelm zeigten, dass mit ihnen zu rechnen ist, und setzten sich an die Spitze des Startfeldes. Johannes Rocker und Nike Heinss tanzten als Siegerpaar mit, mussten aber das Turnier im Wiener Walzer abbrechen und konnten damit ihren zweiten Platz aus den ersten beiden Tänzen nicht halten. Sie nahmen Bronze in Empfang.

Drei Paare tanzten im kombinierten Turnier der Hauptgruppe B/A-Standard. Stark verbessert und sehr präsent zeigten Til Ottburg und Stefanie Schäf, dass der Titel der A-Klasse ihnen gehört. Mit allen möglichen Einsen konnten sie ganz oben auf dem Siegerpodest Aufstellung nehmen. Norbert Casper/Katharina Wilhelm legten noch mal eine Schippe drauf und schlossen deutlicher als im vorangegangen Turnier als bestes B-Klassenpaar ab. Auch sie sicherten sich damit einen zweiten Satz Goldmedaillen.

Das letzte Turnier des Tages, die kombinierte Hauptgruppe II A/S-Standard, machten drei Mainzer Paare unter sich aus. Mark und Sina Turpin machten deutlich, dass sie nichts verlernt haben, und holten sich mit ausdrucksstarkem Tanzen und allen Bestwertungen den Titel der Hauptgruppe II S-Standard. Ebenfalls eine klare Sache waren die weiteren Plätze. Platz 2 mit allen Zweien und damit Landesmeister der Hauptgruppe II A-Standard für Til Ottburg und Stefanie Schäf und Platz 3 für das mittanzende Siegerpaar Norbert Casper/Katharina Wilhelm, die mit dem dritten Turnier in Folge ihre Kondition bewiesen.

Zwar war gemäß den TRP-Ausrichtungsbestimmungen kein Publikum und lautstarkes Anfeuern erlaubt, die Paare, Trainer und Helfer machten aber das Beste draus und sorgten trotzdem für gute Stimmung im Saal. Markus Mengelkamp führte als Turnierleiter mit abwechslungsreicher Moderation souverän durch den Tag und Bettina Übe hatte als Veranstaltungwartin mit vielen Helfern die Organisation fest im Griff. Nicht zuletzt freuten sich die Clubtrainer Jörg und Isabel Gutmann über die gezeigten Leistungen und das Durchhaltevermögen ihrer Paare, die zum Teil über Monate hinweg nur online oder auf Parkplätzen trainieren konnten.

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